OpenCPN-Handbuch 2.3

Erste Schritte

Willkommen!

Um OpenCPN (für die Navigation) verwenden zu können, müssen Sie folgende Schritte auf Ihrem System ausführen:

  1. GPS/ AIS-Empfänger anschließen
  2. OpenCPN installieren und konfigurieren

Nach Abschluss der vorgenannten Schritte, können Sie das Programm nutzen und ausprobieren.

Bei Fragen und Problemen können Sie sich auch in einem der Foren an die OpenCPN-Community wenden.

GPS/ AIS-Empfänger anschließen

Anschluss und Aktivierung des GPS 

Starten sie das Programm Setup mit einem Linksklick auf das Werkzeug-Icon.

Im GPS-Kartenreiter wählen sie die NMEA Daten, die ihr GPS an den PC abgibt. Wichtig dabei ist die Einstellung der virtuellen ComPort Nummer (außer Com1 kann noch genutzt werden). 

Beachte: Für XP/Vista/Win7 kann der Gerätemanager nach dem korrekten Anschluss suchen. Öffnen sie diesen und stecken das GPS an. Bei korrektem Anschluss und Treiber wird im USB oder  Com der  benutzte USB Port angezeigt. Schließen sie bei mehreren USB Buchsen das GPS immer an denselben an - ihr Betriebssystem vergibt sonst ständig einen neuen ComPort, den sie erneut bei OpenCPN einstellen/ändern müssten! Sollte über den Rollbalken des Setting der ComPort bei aktivem GPS nicht dargestellt werden (evtl. Bluetooth GPS Maus mit verringertem NMEA Datensatz) tragen sie ihn direkt in das Feld ein (z.B. COM10 – Großschreibung beachten!)

Wird das Kästchen „Fenster mit GPS/NMEA…“ angeklickt öffnet sich ein Darstellungsfenster für die GPS-Daten. Bleibt dies leer ist das GPS nicht richtig bei OpenCPN angemeldet.
 Sobald das korrekt angeschlossene GPS einen Fix berechnet hat, wird dies von OpenCPN im Karteninfo-Feld oben rechts grün bestätigt. Sollte kein GPS erkannt werden oder kein Fix berechnet werden, wird es so  angezeigt. Bei einem Linksklick auf den blauen Pfeil links daneben wird von Kartennord auf Karte nach Kurs umgeschaltet.
 
Beachte:OpenCPN stellt automatisch die benötigten Konfigurationen wie: baud rate, bits, parity, etc. ein. Dies muss nicht Voreingestellt werden.
 

OpenCPN installieren

Windows 98/ME/2000/XP/Vista/7

  1. Laden Sie die aktuellste stabile Version von OpenCPN für Windows herunter.
  2. Führen Sie die Installationsdatei (OpenCPN_Setup_latest_stable.exe) aus (durch einen Doppelklick oder einen Rechtsklick auf die Datei und dann im Kontextmenü auf "Öffnen" klicken).

    Windows Sicherheitsabfrage zum Ausführen der InstallationsdateiHinweis: Je nach Konfiguration Ihres Windows Betreibssystems kann dann noch eine Sicherheitswarnung erscheinen. Bestätigen Sie diese, indem Sie auf 'Ausführen' klicken.

    Das Installations-Programm ist momentan leider nur in Englisch verfügbar. Die nachfolgenden Abbildungen zeigen den Installationsvorgang Schritt für Schritt:

    Begrüßungsbildschirm

    Abb. 1: Begrüßungsbildschirm

    Schritt 1
    Abbruch der InstallationNach dem Ausführen der Setup-Datei erscheint als erstes der Begrüßungsbildschirm, der Sie darüber informiert, dass Sie jetzt im Begriff sind, die angegebene Version von OpenCPN zu installieren.
    Klicken Sie auf 'Next >', um mit der Installation fortzufahren, oder auf 'Cancel' um die Installation abzubrechen. Mit '< Back' kommen Sie jederzeit wieder zum vorherigen Schritt zurück.

    Auswahl des Installationsverzeichnisses

    Abb. 2: Installationsverzeichnis

    Schritt 2
    Im zweiten Schritt wählen Sie das Verzeichnis aus, in das OpenCPN installiert werden soll. Das automatisch vorgeschlagene Installationsverzeichnis setzt sich aus dem Standard Programm-Installationspfad Ihres Systems, plus 'OpenCPN' zusammen. Durch einen Klick auf 'Browse...' können Sie zwar auch ein anderes Verzeichnis auswählen, im Normalfall ist jedoch zu empfehlen, das vorgeschlagene Verzeichnis zu verwenden.

    Achtung:
    Falls bereits eine Version von OpenCPN auf Ihrem Rechner vorhanden ist, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie das bereits vorhandene Installationsverzeichnis verwenden! Ansonsten haben Sie zwar anschließend zwei unterschiedliche Programmverzeichnisse (und ggf. auch Programmversionen) auf Ihrem Rechner installiert, aber OpenCPN kann "systembedingt" nur mit einer Konfigurations- und Logdatei arbeiten. Dadurch kann es neben Irritationen bezüglich der Einstellungen auch zu anderen Fehlern und Problemen kommen, bis hin zu Programmabstürzen. Also bitte unbedingt darauf achten und eine "Parallel-Installation" vermeiden, es sei denn, Sie wissen ganz genau, was Sie tun.

    Klicken Sie auf 'Next >', um mit der Installation fortzufahren.

    Auswahl der Installationsart

    Abb.3: Installationsart

    Schritt 3
    Dieser Schritt ist nur dann von Interesse, wenn Sie bereits eine Version von OpenCPN auf Ihrem Rechner installiert haben. Falls nicht, können Sie egal mit welcher Einstellung (bewirken in diesem Fall beide das gleiche) zu Schritt 4 weitergehen, indem Sie wieder auf 'Next >' klicken.

    Sollten Sie bereits eine Version von OpenCPN installiert haben, können Sie jetzt zwischen zwei unterschiedlichen Installationsarten wählen:
    'Standard installation, preserving any existing configuration and SENC files.'
    Bei der Standard Installation werden nur die Programmdateien neu in das unter Schritt 2 ausgewählte Verzeichnis installiert. Eine bereits vorhandene Konfigurationsdatei (opencpn.ini), Logdatei (opencpn.log) und Karten-Datenbank werden nicht gelöscht oder überschrieben. Somit bleiben alle Konfigurationseinstellungen und eingelesenen Seekarten erhalten.

    Diese Einstellung können Sie grundsätzlich immer verwenden, egal ob Sie eine neuere Version von OpenCPN installieren, oder dieselbe Version erneut installieren.

    Möchten Sie hingegen mit einer "sauberen" Installation mit den Default-Einstellungen beginnen, dann wählen Sie die Einstellung
    'Full installation, clearing ALL configuration and SENC files.' aus. Dadurch werden eine bereits vorhandene Konfigurationsdatei (opencpn.ini), Logdatei (opencpn.log) und Karten-Datenbank gelöscht, bzw. durch Dateien mit den Standardwerten überschrieben.

    Nachdem Sie die gewünschte Einstellung ausgewählt haben, klicken Sie auf 'Next >', um mit der Installation fortzufahren.

    Sicherheitsabfrage bei der Standard Installation, falls das Datenverzeichnis bereits existiert.Wenn Sie die Einstellung 'Standard installation, preserving any existing configuration and SENC files.' ausgewählt haben und bereits das Datenverzeichnis (unter Windows: %APPDATA%\opencpn) existiert, erscheint jetzt eine zusätzliche Sicherheitsabfrage, die Sie darauf aufmerksam machen möchte, dass bei der gewählten Einstellung die bereits vorhandenen Dateien und Verzeichnisse im Datenverzeichnis nicht gelöscht, bzw. überschrieben werden. Bestätigen Sie diese mit 'Ja', um fortzufahren oder mit 'Nein', um zum Auswahl-Bildschirm zurückzukehren und Ihre Auswahl zu ändern.

    Übersicht der Installationseinstellungen bei der Standard Installation

    Abb. 4a: Übersicht Installations-
    einstellungen Standard Installation

    Übersicht der Installationseinstellungen bei der Full Installation

    Abb. 4b: Übersicht Installations-
    einstellungen Full Installation

    Schritt 4
    Jetzt haben Sie alle für die Installation erforderlichen Einstellungen vorgenommen. Diese werden Ihnen nun noch einmal zur Kontrolle angezeigt, als da wären:

    Destination location:
    Der unter Schritt 2 ausgewählte Installationspfad und das Installationsverzeichnis für die Programmdateien.

    Setup type:
    Die unter Schritt 4 ausgewählte Installationsart (Standard oder Full Installation).

    Selected components:
    Abhängig von der Auswahl der Installationsart in Schritt 3 werden entweder nur die Programmdateien installiert (Standard Installation - siehe Abb. 4a), oder bei der Full Installation zusätzlich auch bereits vorhandene Konfigurationsdateien gelöscht (Full Installation - siehe Abb. 4b).

    Zur Erinnerung: Mit 'Back' können Sie jetzt nochmal jeweils einen Bildschirm zurück gehen und die jeweiligen Einstellungen ändern.
    Wenn Sie sich davon überzeugt haben, dass alle Einstellungen korrekt sind, klicken Sie auf 'Install', um mit der eigentlichen Installation zu beginnen.

    Installationsfortschritt

    Abb. 5a: Installationsfortschritt

    Installation abgeschlossen

    Abb. 5b: Installation abgeschlossen

    Schritt 5
    Nun sollte der Installationsprozess laufen und der Installationsfortschritt angezeigt werden (siehe Abb. 5a).
    Wenn die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde, erscheint der entsprechende Bildschirm (siehe Abb. 5b) und Sie müssen nur noch auf 'Finish' klicken. Damit wird das Installationsprogramm beendet und dem ersten Programmstart steht nichts mehr im Weg.

    Nach erfolgreicher Installation sollten Sie sowohl auf dem Desktop eine Verknüpfung mit dem Namen 'OpenCPN <Versionsnr.>' finden, als auch im Programmordner unter 'Start' -> 'Programme'.

    Starten Sie nun das Programm - viel Spaß & Erfolg!

  3.  

Der erste Programmstart

Welcome Meldung beim ersten Programmstart

Abb. 1: Welcome Meldung
beim ersten Programmstart

Nachdem Sie OpenCPN im vorangegangenen Schritt erfolgreich installiert und gestartet haben, begrüßt OpenCPN Sie beim ersten Programmstart mit der Meldung "Welcome to OpenCPN" (siehe Abb. 1).

Übersetzung:

OpenCPN wird verbreitet/ vertrieben/ zur Verfügung gestellt in der Hoffnung, dass es nützlich/ brauchbar ist, aber ohne jegliche Garantie; ohne auch die stillschweigende Garantie/ Zusage, bzw. Gewährleistung der Eignung zur allgemeinen Gebrauchstauglichkeit oder die Tauglichkeit für einen bestimmten Zweck.
Siehe die GNU General Public License für mehr Details.

OpenCPN darf nur in Verbindung mit (amtlich) zugelassenen Papierseekarten und traditionellen Navigationsmethoden verwendet werden.

Verlassen Sie sich nicht auf OpenCPN im Bezug auf die Sicherheit von Mensch und Ausrüstung.

Bitte klicken Sie auf 'OK', um zuzustimmen und fortzufahren, oder auf 'Abbrechen', um das Programm zu verlassen.

An dieser Stelle gehen wir einmal davon aus, dass Sie die rechtliche Absicherung seitens des Autors gelesen und verstanden haben, sich aber davon nicht haben abschrecken lassen und folglich auf 'OK' geklickt haben.

Seekarten

Abb. 2: "Keine Karten installiert" Meldung beim ersten Programmstart

Nun erscheint das eigentliche Programmfenster und empfängt Sie zugleich wieder mit einem Meldungs-Fenster 'OpenCPN Info' (siehe Abb. 2), indem es Sie darauf hinweist, dass noch keine (See-)Karten installiert sind und Sie dieses nun unter 'Einstellungen' -> 'Seekarten' tun sollen.

Nachdem Sie auf 'OK' geklickt haben, öffnet sich automatisch das Einstellungs-Fenster (siehe 'Fenster' -> 'Einstellungen'). Wie Sie die gewünschten Kartenverzeichnisse auswählen, erfahren Sie unter 'Fenster' -> 'Einstellungen' -> 'Seekarten'.

Sprache

Da momentan bei der Installation noch nicht direkt die gewünschte Sprache ausgewählt werden kann, startet OpenCPN nach einer Installation immer in Englisch. Wie Sie die Sprache ändern können, erfahren Sie unter 'Fenster' -> 'Einstellungen' -> 'Sprache/Schrift'.

GPS

Wie Sie einen ggf. an das System angeschlossenen GPS-Empfänger in OpenCPN konfigurieren erfahren Sie unter 'Fenster' -> 'Einstellungen' -> 'GPS'.

AIS

Wie Sie einen ggf. an das System angeschlossenen GPS-Empfänger in OpenCPN konfigurieren erfahren Sie unter 'Fenster' -> 'Einstellungen' -> 'AIS'.

Seekarten installieren

Eine Liste mit legalen Quellen für den Download elektronischer Seekarten finden Sie unter 'Links' -> 'Seekarten'

Grundsätzlich empfiehlt es sich, alle vorhandenen Seekarten-Ordner/ -Dateien in einen übergeordneten Ordner (z.B. 'Seekarten') zu platzieren.

Wichtig: Wenn die Seekarten-Dateien "gepackt" sind, d.h. wenn sie als Archiv-Datei
(z.B. '.zip', '.rar' oder '.7z') vorliegen, müssen Sie diese zwingend vorher "entpacken"!
Ein Freeware Programm für diesen Zweck ist bspw. 7-Zip.

Fenster

Übersicht über die verschiedenen Fenster in OpenCPN:

Programmfenster

Das Programmfenster ist logischerweise das wichtigste Fenster, zumal es ja auch das Fenster ist, welches als erstes erscheint nachdem das Programm gestartet wurde.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die vier wesentlichen Elemente des Programmfensters:

Symbolleiste

Die Symbolleiste am oberen Rand des Programmfensters beinhaltet Symbole (Icons/ Buttons) für die wichtigsten Aufgaben und Einstellungen bei der Nutzung des Programms.
Seien Sie nicht verwundert, falls Ihre Symbolleiste nicht alle hier abgebildeten Symbole umfasst. Das liegt daran, dass man die Anzeige einiger Symbole erst unter den 'Einstellungen' aktivieren muss.

Nähere Informationen zu den einzelnen Symbolen finden Sie auf der Seite Symbolleiste ff.

Kartenfenster

Das Kartenfenster ist der Anzeigebereich für die Seekarte(n).
Außerdem rufen Sie über einen Rechtsklick im Kartenfenster das Kontextmenü auf, dessen jeweiliger Inhalt von verschiedenen Faktoren abhängig ist (siehe Kontextmenüs).

Verschieben der Kartenansicht

Zum Verschieben der Kartenansicht gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Mittels der Cursortasten ,,und auf der Tastatur
  2. Den Mauszeiger (Cursor) dicht an einen der Ränder des Kartenfensters führen bis der Zeiger zu einem grünen Dreieck wird - dann einfach mit der linken Maustaste klicken, um die Karte in die entsprechende Richtung zu verschieben.
  3.  

Symbolleiste

Die Symbole in der Symbolleiste (klicken Sie auf ein Symbol, um zur jeweiligen Hilfeseite zu gelangen):

Hineinzoomen Herauszoomen Auf Karte mit größerem Maßstab wechseln Auf Karte mit kleinerem Maßstab wechseln Route erstellen Schiff autom. zentrieren Einstellungen Seekarten-Texte anzeigen AIS-Ziele anzeigen Gezeitenströme anzeigen Tiden-Referenzorte anzeigen Karte drucken GPX-Datei importieren GPX-Datei exportieren Tracking an-/ ausschalten GRIB-Fenster anzeigen Farbschema wechseln MüB Markierung setzen Über OpenCPN (Hilfe) Kartenausrichtung und GPS-Empfangsanzeige

Beachten Sie bitte, dass standardmäßig nicht alle Symbole in Symbolleiste vorhanden sind. Einige Symbole müssen erst unter 'Einstellungen' aktiviert werden, bevor sie auf der Leiste erscheinen. Das 'AIS-Symbol' erscheint in Abhängigkeit einer entsprechend konfigurierten AIS Daten-Schnittstelle unter 'Einstellungen -> AIS'.

Hinein-/ Herauszoomen

Hineinzoomen& Herauszoomen

Die Funktionen Hinein-/ Herauszoomen

Karte mit größerem/ kleinerem Maßstab

Die Funktionen 'Karte mit größerem/ kleinerem Maßstab'

Route erstellen

Route erstellen

Schiff zentrieren

Schiff zentrieren

Einstellungen

Einstellungen

ENC Texte anzeigen

ENC Texte anzeigen

AIS-Ziele anzeigen

AIS-Ziele anzeigen

Gezeitenströme anzeigen

Gezeitenströme anzeigen

Tiden-Referenzorte anzeigen

Tiden-Referenzorte anzeigen

Karte drucken

Karte drucken

GPX-Datei im-/ exportieren

GPX-Datei im-/ exportieren

Tracking an-/ ausschalten

Die Funktion 'Tracking an-/ ausschalten'

GRIB-Fenster anzeigen

GRIB-Fenster anzeigen

Farbschema wechseln

Farbschema wechseln

MüB Markierung setzen

MüB (MOB) Markierung setzen

Über OpenCPN (Hilfe)

Über OpenCPN (Hilfe)

Kartenausrichtung und GPS Empfang

Kartenausrichtung und GPS Empfangsanzeige

Kartenfenster

Das Kartenfenster

Seekartenleiste

Die Seekartenleiste

Statusleiste

Die Statusleiste

Einstellungen

Symbol 'Einstellungen'Ein Linksklick auf das Symbol 'Einstellungen' öffnet das Einstellungs-Fenster.

               

Klicken Sie auf eine Registerlasche, um auf die jeweilige Seite zu gelangen.

Das Fenster 'Einstellungen' ist sozusagen die "Schaltzentrale" von OpenCPN. Über die verschiedenen Registerlaschen, auch Tab oder Reiter genannt, erreichen Sie die verschiedenen Bereiche und können dort die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Zu jedem Reiter finden Sie im Folgenden jeweils eine Seite, auf der die entsprechenden Einstellungen und deren Bedeutung im Einzelnen erklärt werden.

Grundeinstellungen

Einstellungen -> Grundeinstellungen

Der Reiter 'Grundeinstellungen'

Navigationsdaten

Drucken

  • Drucksymbol anzeigen

    Diese Einstellung de-/ aktiviert die Anzeige des Drucksymbols  in der Symbolleiste.

Einstellungen zur Kartendarstellung

  • "Patchwork" Kartenanzeige aktivieren

    Diese Einstellung de-/ aktiviert den "Patchwork" Kartenanzeige-Modus.
    Eine ausführliche Beschreibung der Patchwork Kartenanzeige finden Sie auf der folgenden Seite Patchwork Kartenanzeige.

  • Karte nach Kurs ausrichten

    Diese Einstellung wechselt die Kartenausrichtung zwischen der Ausrichtung nach dem jeweils anliegenden Kurs (Course up), bzw. der nach Norden ausgerichteten (North up) Kartenanzeige.

    Der Kartenausrichtungs-Modus kann auch (einfacher & schneller) über das 'Kartenausrichtung und GPS-Empfangs' Symbol  hin und her geschaltet werden, wobei der jeweils aktive Modus durch die Farbe des Pfeils des linken Symbols angezeigt wird.
    Blau = Kartenanzeige ist nach Norden ausgerichtet
    Rot = Kartenanzeige ist nach dem Kurs ausgerichtet

Patchwork Kartenanzeige

Die Patchwork Kartenanzeige

GPS

Einstellungen -> GPS

Der Reiter 'GPS'

Seekarten

Der Reiter 'Seekarten'

Vektorkarten

Der Reiter 'Vektorkarten'

Mit dem Kartendarstellungs-Filter (Liste oben links) können Objektgruppen auf der Kartenansicht ausgeblendet werden (Haken deaktivieren). Die Tokens der Liste sind genormte Abkürzungen. Sie bedeuten:

Abkürzung (Token) - englisch - deutsch
$AREAS - Cartographic area - Kartografischer Bereich
$COMPS - Compass - Kompaß-Rose auf der Karte
$CSYMB - Cartographic symbol - Kartografisches Symbol
$LINES - Cartographic line - Kartografische Linie
_extqn - (nicht in IHO Objekt Katalog V3.1 Nov. 2000 enthalten)
_texto - (nicht in IHO Objekt Katalog V3.1 Nov. 2000 enthalten)
ACHARE - Anchorage area - Anker Bereiche
BCNCAR - Beacon, cardinal - Seezeichen, Kardinalsystem
BCNISD - Beacon, isolated danger - Seezeichen, isolierte Gefahr (nur an der bezeichneten Stelle)
BCNLAT - Beacon, lateral - Seezeichen, Lateralsystem
BCNSPP - Beacon, special purpose/general - Seezeichen, besonderer Zweck/allgemein
BOYCAR - Buoy, cardinal - Boje, Kardinalsystem
BOYINB - Buoy, installation - Boje, für Mooring
BOYISD - Buoy, isolated danger - Boje, isolierte Gefahr (nur an der bezeichneten Stelle)
BOYLAT - Buoy, lateral - Boje, Lateralsystem
BOYSAW - Buoy, safe water - Boje, sicheres Fahrwasser
BOYSPP - Buoy, special purpose/general - Boje, besonderer Zweck/allgemein
BRIDGE - Bridge - Brücke
BRTFAC - Berthing facility - Kai, Mole (obsolet, ersetzt durch BERTHS)
BUAARE - Built-up area - bebauter Land-Bereich
BUIREL - Building, religious - religiöses Gebäude (obsolet, ersetzt durch BUISGL)
BUISGL - Building, single - Einzel-Gebäude
CANALS - Canal - Kanal
CANBNK - Canal bank - Kanal-Ufer
CAUSWY - Causeway - Damm
CBLARE - Cable area - Bereich mit Untersee-Kabeln
CBLOHD - Cable, overhead - Kabeltrasse (mit Masten)
CBLSUB - Cable, submarine - Unterwasser-Kabeltrasse
CGUSTA - Coastguard station - Küstenwache-Station
CHIMNY - Chimney - Schornstein (obsolet, ersetzt durch LNDMRK)
COALNE - Coastline - Küstenlinie
CONZNE - Contiguous zone - staatliche/territoriale Seegrenze
COSARE - Continental shelf area - kontinentaler Shelf-Bereich
CRANES - Crane - Kran
CTNARE - Caution area - Sicherheitsbereich (navigatorisch)
CTRPNT - Control point - Kontrollpunkt
CUSZNE - Custom zone - Zoll-Bereich
DAMCON - Dam - Barriere, Damm
DEPARE - Depth area - Tiefenbereich
DEPCNT - Depth contour - Tiefenlinie
DISMAR - Distance mark - Entfernungsmarke
DMPGRD - Dumping ground - Verklappungsbereich
DRGARE - Dredged area - ausgebaggerter Bereich
DRYDOC - Dry dock - Trockendock
DWRTPT - Deep water route part - Tiefwasser-Route
EXEZNE - Exclusive economic zone - territoriale (staatliche) Zone
FAIRWY - Fairway - Schifffahrtsweg
FERYRT - Ferry route - Route für Fähren
FLODOC - Floating dock - Schwimmdock
FNCLNE - Fence/wall - natürliche oder künstliche Barriere (Zaun/Grenze)
FOGSIG - Fog signal - Nebelsignal
FORSTC - Fortified structure - militärische Verteidigungsanlage
FSHFAC - Fishing facility - Fischergeräte im Flachwasser
FSHGRD - Fishing ground - Fischerei-Gebiet
FSHZNE - Fishery zone - Fischerei-Zone (staatlich reguliert)
GATCON - Gate - Wehr
HRBFAC - Harbour facility - Hafen
LAKARE - Lake - See
LAKSHR - Lake shore - See-Ufer
LIGHTS - Light - Leucht-Feuer
LITFLT - Light float - schwimmendes Feuer (keine Boje)
LITHOU - Leuchtturm (nicht in IHO Objekt Katalog V3.1 Nov. 2000 enthalten)
LITVES - Light vessel - Feuerschiff
LNDARE - Land area - Land-Bereich
LNDRGN - Land region - Landschaft
LOKBSN - Lock basin - Schiffshebewerk
M_COVR - Coverage - Geografische Fläche räumlicher Objekte
M_PROD - Production information - Fläche mit gleichen Daten-Parametern
M_SREL - Survey reliability - Fläche mit gleichen Oberflächen-Informationen
MARCUL - Marine farm/culture - Fisch-Farm
MIPARE - Military practice area - Militärisches Übungsgebiet
MONUMT - Monument - Monument (obsolet, ersetzt durch LNDMRK)
MORFAC - Mooring/Warping facility - Festmacher-Bojen
MSTCON - Mast - Mast (obsolet, ersetzt durch LNDMRK)
NAMFIX - (nicht in IHO Objekt Katalog V3.1 Nov. 2000 enthalten)
NAMFLO - (nicht in IHO Objekt Katalog V3.1 Nov. 2000 enthalten)
NATARE - National territorial area - Staatsgebiet (obsolet, ersetzt durch ADMARE)
NAVLNE - Navigation line - Empfohlene Fahrtlinie
OBSTRN - Obstruction - Hinderniss
OFSPLF - Offshore platform - Bohrinsel oder Plattform
OFSPRD - (nicht in IHO Objekt Katalog V3.1 Nov. 2000 enthalten)
PILBOP - Pilot boarding place - Lotsen-Station
PILPNT - Pile - Pilon
PIPARE - Pipeline area - Gebiet mit Rohrleitungen
PIPSOL - Pipeline, submarine/on land - Rohrleitung, unter Wasser oder an Land
PONTON - Pontoon - Ponton
PRCARE - Precautionary area - Sicherheits-Gebiet
PRDINS - Production installation - Exploitations-Stätte/Einrichtung (obsolet, ersetzt durch OBSTRN oder PRDARE)
PYLONS - Pylon/bridge support - Pfeiler
RADLNE - Radar line - Radar-Linie
RADRFL - Radar reflector - Radar-Reflektor
RADRNG - Radar range - Radar-Bereich
RADSTA - Radar station - Radar-Station
RCRTCL - Recommended route centerline - Empfohlene Fahrtroute
RCTLPT - Recommended traffic lane part - Empfohlenes Verkehrstrennungsgebiet
RDOCAL - Radio calling-in point - Funk-Meldestation
RDOSTA - Radio station - Funkstation
RECTRC - Recommended track - Empfohlene Strecke
RESARE - Restricted area - Eingeschränktes Gebiet
RIVBNK - River bank - Fluß-Ufer
RIVERS - River - Fluß
RMPARE - Ramp - Rampe (obsolet, ersetzt durch SLCONS)
RSCSTA - Rescue station - Rettungs-Station
RTPBCN - Radar transponder beacon - Radar-Peilsender, Racon
SBDARE - Seabed area - Gebiet mit homogenen Untergrund
SEAARE - Sea area/named water area - Geografisch definierter See-/Wasser-Bereich
SILBUI - Silo - Silo (obsolet, ersetzt durch SILTNK)
SISTAT - Signal station, traffic - Signalstation für Verkehr
SISTAW - Signal station, warning - Signalstation für Warnungen
SLCONS - Shoreline construction - Küsten-Strukturen, -Bebauung
SLIPWY - Slipway - Rampe (obsolet, ersetzt durch SLCONS)
SMCFAC - Small craft facility - Servicestation für Boote
SOUNDG - Sounding - Wassertiefe (negativer Wert für trockenfallende Orte)
STSLNE - Straight territorial sea baseline - Basislinie der territorialen Seegrenzen
TESARE - Territorial sea area - Territorialer Seebereich (12-Meilen Zone)
TIDEWY - Tideway - Tidenkanal
TNKCON - Tank - Tank (obsolet, ersetzt durch SILTNK)
TOPMAR - Topmark - Seezeichen/Bojen Topzeichen
TOWERS - Tower - Turm (obsolet, ersetzt durch LNDMRK)
TREPNT - Tree - Baum (obsolet, ersetzt durch VEGATN)
TSELNE - Traffic separation line - Verkehrstrennungs-Linie
TSEZNE - Traffic separation zone - Verkehrstrennungs-Gebiet
TSSBND - Traffic separation scheme boundary - Grenzen des Verkehrstrennungs-Gebietes
TSSCRS - Traffic separation scheme crossing - Kreuzung von Verkehrstrennungs-Routen
TSSLPT - Traffic separation scheme lane part - Verkehrstrennungs-Bahn (nur eine Richtung)
TSSRON - Traffic separation scheme roundabout - Verkehrstrennungs-Schema mit Verkehr im Gegenuhrzeigersinn
TWRTPT - Two-way route part - Zweiwege Route innerhalb definierter Grenzen
UWTROC - Underwater/awash rock - Unterwasser-Felsen oder Riff
WATTUR - Water turbulence - Wasser-Strudel
WIMCON - Windmotor - Windmotor (obsolet, ersetzt durch LNDMRK)
WNDMIL - Windmill - Windrad (obsolet, ersetzt durch LNDMRK)
WRECKS - Wreck - Wrack
ZEMCNT - Zero metre contour - Grenze zwischen Wasser und Tidenbereich (obsolet, ersetzt durch DEPCNT)

Bemerkung: Die als obsolet bezeichneten Tokens sollen in neueren Karten nicht mehr verwendet werden.


AIS

Der Reiter 'AIS'

Sprache/ Schrift

Der Reiter 'Sprache/ Schrift'

GRIB

Der Reiter 'GRIB'

Sonstiges

Der Reiter 'Sonstiges'

Routenmanager

Das Fenster 'Routenmanager'

NMEA Datensätze

NMEA (National Marine Electronics Association), eine US Vereinigung von maritimen Elektronik-Herstellern, hat in 1983 einen Standard (NMEA 0183) zur Datenübertragung von maritimen Elektronik-Geräten geschaffen, der recht simpel eine serielle Übertragung mit 4800 Baud (8N1) erlaubt. Obwohl inzwischen hoffnungslos veraltet und ersetzt durch NMEA 2000, basierend auf dem schnellen CAN Bus, wird NMEA 0183 wegen seiner weiten Verbreitung heute immer noch benutzt. Da NMEA 0183 ein sehr einfaches Daten-Übertragungsverfahren ist, wird häufig der Einsatz eines Multiplexers erforderlich, wenn Daten verschiedener Geräte zusammengeführt werden müssen.

NMEA 0183 Daten bestehen aus Datensätzen mit maximal 80 Zeichen Länge plus abschließendem Zeilenende (CR und LF Zeichen). Jeder Datensatz beginnt mit dem Dollarzeichen ($), gefolgt von zwei Buchstaben zur Gerätekennzeichnung (z.B. GP für GPS Gerät) und drei Buchstaben für den Informationstyp. Beispiele für Gerätetypen sind:

- $AIxxx - AIS Gerät
- $APxxx oder $AGxxx - Autopilot
- $GPxxx - GPS Gerät
- $RAxxx - Radar Gerät
- $SDxxx - Echolot
usw.
xxx steht für den Informationstyp, z.B. RMC (Recommended Minimum Sentence) für die minimal zur Verfügung zu stellenden Daten. Ein $GPRMC GPS-Datensatz sieht z.B. so aus:

 $GPRMC,193508.524,A,5229.7782,N,00950.0202,E,0.00,0.00,250211,,*17\x0d\x0a

Die einzelnen Felder des Datensatzes sind durch Kommata getrennt. Nach dem einleitendem Kopf $GPRMC
kommen im Beispiel oben:
193508.524 - die Zeit in UTC (19:35:08.524 Uhr)
A - für Aktiv (oder V für ungültig)
5229.7782 - die Breite (52 Grad, 29.7782 Minuten)
N - Nord (oder S der Breite)
00950.0202 - die Länge (09 Grad, 50.0202 Minuten)
E - Ost (oder W der Länge)
0.00 - Geschwindigkeit über Grund in Knoten
0.00 - Kurs über Grund in Grad bezogen auf rechtweisend Nord
250211 - Datum 25.02.11
hier leeres Feld - magnetische Abweichung in Grad 0.0
hier leeres Feld - Vorzeichen der Abweichung (E oder W)
Dann folgt ohne Komma die Prüfsumme 17 der Daten mit vorangestelltem Stern und als Abschluß
die Zeilenende Zeichen CR und LF hier als hexadezimal \x0d und \x0a.

Obiges Beispiel zeigt auch Unzulänglichkeiten von NMEA 0183: Die Jahreszahl wurde nur zweistellig festgelegt, obwohl man 1983 schon wissen sollte, daß bald das Jahr 2000 kommen würde mit den sich daraus ergebenen Problemen. Es gibt noch sehr viel weitere Fehler in der Norm, die Programmierern das Leben schwer machen.

Wurde in OpenCPN in den Einstellungen bei GPS der Haken gesetzt bei "Fenster mit GPS-/NMEA-Daten anzeigen", können in diesem Fenster die eingehenden NMEA Datensätze verfolgt werden. Ein GPS Gerät sollte außer $GPRMC auch noch weitere Informationstypen senden:

$GPGGA - Global Positioning System Fix Data (Zeit, Position, Höhe)
$GPGLL - Geographic Position, Latitude/Longitude (Breite, Länge)
$GPGSA - GPS DoP (Dilution of Precision) und aktive Satelliten
$GPGSV - GPS Satellites in View (sichtbare Satelliten)
$GPVTG - Track Made Good and Ground Speed (Kurs und Geschwindigkeit über Grund)

Oftmals kann man GPS Geräte konfigurieren, welche Datensätze wie oft gesendet werden sollen.



Ferner läßt sich eventuell einstellen, ob Daten von Satelliten, die sich nahe am Horizont befinden und somit ungenaue Daten senden können, verworfen werden sollen. Die gilt auch für die einzelnen Genauigkeiten (PDOP, HDOP und GDOP).

Eine weitere Maßnahme zur Steigerung der Genauigkeit eines GPS Empfängers wäre die Aktivierung des sogenannten SBAS (Satellite Based Augmentation System), falls der Empfänger darüber verfügt. Damit werden die Korrektur-Signale von speziellen Satelliten empfangen, die es allerdings nur für einige Gebiete gibt:
 * WAAS für Nordamerika (in Betrieb)
 * EGNOS für Europa (in Betrieb)
 * MSAS für Japan (in Betrieb)
 * GAGAN für Indien (geplant)

Mit meinem GPS Empfänger wurde damit eine Steigerung der Genauigkeit von durchschnittlich etwa +/- 15 Meter auf etwa +/- 3 Meter möglich.

Wie oben gezeigt, werden NMEA 0183 Daten im lesbaren ASCII-Format übertragen. GPS Empfänger können jedoch auch für das sog. SiRF Daten-Format eingestellt sein und sind dann für OpenCPN nicht verwendbar, da SiRF ein binäres Daten-Format ist.

Weiterführende Informationen über NMEA 0183 und NMEA 2000 liefert natürlich das Internet.

Zum Schluß noch ein Wort zu NMEA 2000:
So schön dieser neue Standard ist (es gibt ihn auch in Abwandlungen mit Hersteller-Bezeichnungen wie z.B. Seatalk), so teuer ist er leider auch. Nicht nur die entsprechenden Geräte haben ihren Preis, es muß auch daran gedacht werden, daß unsere Computer kein CAN Protokoll verstehen und daher auch noch ein benötigter Umwandler zu Buche schlägt.

FAQ


Lizenz und Autoren


Deutsche Hilfeseite zum Einbinden in OpenCPN

Eine deutsche Hilfe zur Einbindung in OpenCPN kann hier herunter geladen werden:
http://www.elmcan.info/doc-de.zip
Bitte so in die Adreßzeile des Browsers eingeben.
Die so herunter geladene ZIP Datei entpacken (WinZip oder ähnliches).
Die entpackte Datei mit den Unterverzeichnissen in das Unterverzeichnis "doc" der OpenCPN Installation kopieren (üblicherweise also in C:\Programme\OpenCPN\doc).